31. Osteuropäische Konferenz in der Rīgas Valdorfskola: Quellen der Ich-Kraft 

Vom 27. bis 31. Juli fand in der Rīgas Valdorfskola die 31. Osteuropäische Konferenz für anthroposophisch interessierte Menschen statt. Rund hundert Teilnehmende aus Lettland, Litauen, Estland, Polen, Deutschland, den Niederlanden und Spanien kamen zusammen, um sich unter dem Jahresmotto „Nur wer etwas zu geben hat, kann geben. Quellen der Ich-Kraft.“ mit den Grundlagen innerer Stärke und Verantwortlichkeit zu beschäftigen. 

Das zentrale Anliegen der Konferenz – die Frage, wie Lehrkräfte und alle in der Schule tätigen Menschen körperlich und seelisch gesund bleiben können – wurde aus vielen Perspektiven beleuchtet. Jede und jeder konnte etwas Passendes für sich finden: sei es ein vertieftes Verständnis des Menschen, Impulse für die Gemeinschaftsarbeit in der Schule, neue Blickwinkel auf Kinderbetrachtung oder Anregungen für ein künstlerisch gestaltetes Unterrichtsgeschehen. Ein wichtiges Anliegen war es, Wissenschaft und geistige Dimensionen durch Kunst miteinander zu verbinden. 

Die Konferenz bot ein vielfältiges Programm: tägliche Menschenweihehandlungen, inspirierende Morgenvorlesungen, fachliche und künstlerische Arbeitsgruppen sowie gemeinsame Abendveranstaltungen. Lieder und Tänze mit der Folkloregruppe Oglīte, Eurythmie-Aufführungen und eine Gong-Nacht schufen eine lebendige und herzliche Atmosphäre, die viele als eines der bedeutendsten Erlebnisse dieses Sommers beschrieben. 

In Vorträgen und Gesprächen mit Ärztinnen, biodynamischen Landwirtinnen und Pädagog*innen wurde der Frage nachgegangen, was Menschen stärkt, ihnen Freude an ihren Aufgaben schenkt und das Verständnis für die junge Generation vertieft. Die Teilnehmenden betonten in ihren Reflexionen, wie sehr sie die fachliche Vertiefung, die künstlerische Arbeit und die inspirierende Gemeinschaft bereichert haben. 

Dank der Unterstützung unserer Sponsoren konnte die Konferenz sowohl erfahrenen Fachleuten als auch Einsteiger*innen offenstehen und zu einem wichtigen Raum für Weiterbildung und professionelle Entwicklung werden. 

Eine Teilnehmerin fasst ihre Eindrücke so zusammen: „Die Konferenz war für mich sinnvoll, bedeutungsvoll, lichtvoll und herzlich. Sie gibt neue Kräfte, die Arbeit fortzusetzen und zu leben. Es war eine Freude, Kolleginnen zu treffen und die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Waldorfpädagoginnen zu spüren.“

Zum Abschluss wurde bekanntgegeben, dass die 32. Osteuropäische Konferenz im kommenden Jahr in Vilnius, Litauen, stattfinden wird. Wir freuen uns darauf. 

In Namen der Konferenz un der Organizatoren 

Anna Zirne-Blumberga 

Previous
Previous

Grundsteinlegung der neuen IAO

Next
Next

Tätigkeitsbericht der IAO 2025-2026